Frühlingsball 2015

Und hier noch der Link zu den Bil­dern des Tanz­sport­club Grün-Gelb : Link 

 


Aus der Tau­nus Zei­tung:

“Das ist nicht über­all der Fall, zwei Ver­ei­ne tref­fen sich auf einem Ball“, reim­te Horst Mor­scheck in sei­nen ein­lei­ten­den Wor­ten zu einem Sketsch. Die zwei Ver­ei­ne, von denen er sprach, waren der Tanz­sport­club Grün-Gelb sowie der Ten­nis­club Neu-Anspach (TCNA), und die Che­mie zwi­schen Ten­nis­schlä­gern und Tanz­schu­hen scheint zu stim­men.

Bei­de Clubs har­mo­nier­ten bes­tens, kein Ver­gleich zu dem Wit­ze erzäh­len­den Ehe­paar in dem ange­kün­dig­ten Sketch, den das „1. Anspa­cher Kult(ur) Thea­ter zum Pro­gramm bei­steu­er­te. Das war in einem zwei­ten Sketsch – ein Ehe­paar beim Arzt – nicht viel bes­ser. Erst hat­te der Mann, dann sei­ne Frau nichts zu lachen, das Publi­kum aber dafür umso mehr. Die Gäs­te kamen zahl­reich, und es muss­te sogar noch spon­tan eine Tisch­rei­he dazu­ge­stellt wer­den, um sie alle mit einem Sitz­platz zu ver­se­hen.

Um 20 Uhr begann das Spek­ta­kel im Bür­ger­haus, eine hal­be Stun­de vor­her war schon Ein­lass, und kaum hat­te die Kapel­le die ers­ten Tak­te gespielt, füll­te sich auch schon die Tanz­flä­che.

Drei­vier­tel­takt, lang­sam oder schnell, Fox­trott oder Quick­stepp, Cha-Cha-Cha oder Rum­ba wech­sel­ten, und ab und zu erklang auch ein Tan­go. Jeder Lieb­lings­tanz war dabei, und die Dis­co­fox-Lieb­ha­ber gin­gen auch nicht leer aus.

Richtige Mischung

WEAP, Wer­ner Erkers Par­ty-Band, fand die rich­ti­ge Mischung, star­te­te als Tanz­ka­pel­le mit Stan­dards fürs Par­kett, und das Trio erkann­te an den abge­leg­ten Jacketts der Her­ren, wann sie mehr Par­ty­mu­sik zumi­schen muss­ten. Da mit dem TSC ein Tanz­sport­ver­ein Teil des Ver­an­stal­ter­paars war, waren natür­lich vie­le ver­sier­te Tän­zer auf der Tanz­flä­che, so dass die Zuschau­er immer etwas zu sehen beka­men.

Zu sehen oder bes­ser zu bestau­nen beka­men sie dort auch voll­ende­te Tanz­kunst. Nicht ohne Stolz kün­dig­te die den Abend mode­rie­ren­de Grün-Gelb-Vor­sit­zen­de Ger­ti Lied­ke noch vor den Sket­schen den ers­ten Höhe­punkt des Pro­gramms an. Der Show­tanz des Stan­dard­paa­res Vere­na Lied­ke und Hen­drik Schlei­cher war eine Augen­wei­de und ließ die Besu­cher ob der Anmut, Ele­ganz und Leich­tig­keit, mit der die bei­den über das Par­kett schweb­ten, schwär­men. Die Vor­sit­zen­de stell­te das Paar und die Tän­ze­rin, die lan­ge Trai­ne­rin im Ver­ein war und ihm heu­te noch eng ver­bun­den ist, vor – und dies nicht zuletzt, weil Vere­na Lied­ke die Toch­ter der Vor­sit­zen­den ist.

Hat­te Hen­drik Schlei­cher sei­ne Stan­dard­part­ne­rin immer fest im Arm, so lie­ßen die Rock ’n’ Rol­ler ihre Part­ne­rin­nen auch schon mal flie­gen, wir­bel­ten sie ohne Boden­haf­tung um den Hals und Rumpf, lie­ßen sie über den Rücken glei­ten und fisch­ten sie zwi­schen den Bei­nen her­vor wie­der nach oben. Die Rock-’n’-Roll-Trainer (Kers­tin Bau­er-Eif­ler und Cars­ten Eif­ler) führ­ten den akro­ba­ti­schen Leis­tungs­tanz­sport vor, und eine eige­ne Rock-’n’-Roll-Gruppe des TSC stand dem kaum nach. Die Grün-Gel­ben haben mit „Viva la dan­za“ auch eine Show­tanz­grup­pe, die etwas fürs Auge bot. Als Hor­ror-Vamps begeis­ter­ten sie, und die St. Mari­en Bob­be­shop­ser bewie­sen in Leder­ho­sen und Zip­fel­müt­ze mit einer „Hüt­ten­gau­di“, dass Tan­zen nicht nur ele­gant, akro­ba­tisch oder mons­ter­mä­ßig und schon gar kei­ne Zau­be­rei sein muss, son­dern auch ein­fach nur Gau­di sein kann.

Zau­be­rei war aber auch im Pro­gramm, so ver­blüff­te Zau­be­rer Micha­el Eng­es­ser das Publi­kum mit eini­gen Tricks und zau­ber­te einer Besu­che­rin sogar den BH aus dem Dekol­le­té.

Wie das gelang, dürf­te für vie­le ein Rät­sel blei­ben, eine gelun­ge­ne Sache aber war der gemein­sa­me Früh­lings­ball des TSC Grün-Gelb und des Ten­nis­clubs, der den Ball im 40. Jahr sei­nes Bestehens aus­rich­te­te.

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