Liebe Mitglieder,

Mit dieser Info-Mail möchten wir heute einem sehr wichtigen Thema eine Plattform bieten und um eure besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung bitten.
 
Als Vorstand geht unsere Verantwortung über die Organisation von Spielbetrieb, Training, Gastronomie und Anlagenpflege hinaus. Naturgemäß ist es uns wichtig, für ein Umfeld zu sorgen, in dem jeder unseren schönen Sport unbeschwert ausüben und die Freizeit unter Freunden genießen kann. Wir achten dabei aufeinander und das ist gut so! Dennoch gibt es eine Gruppe, die unserer besonderen Aufmerksamkeit bedarf. Nämlich unsere Kinder und Jugendlichen. Wir alle registrieren leider immer häufiger, dass Kinder psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind. Die schwächsten Glieder in der Kette können sich nicht selbst schützen, sie brauchen unsere Hilfe dazu. 
     
Auch wenn es im TCNA keine spezifischen Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung gab und gibt, hatten wir uns zusammen mit den Trainern bereits 2019 dieses Themas angenommen und u.a. auf unserer Homepage unter der Rubrik: Jugend – Verhaltenskodex über unsere Selbstverpflichtung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie über Hilfsangebote informiert. 
 
Im Januar dieses Jahres haben die zuständigen Jugendbehörden der Länder in Verbindung mit DOSB und DSJ eine Initiative zur Intensivierung und Formalisierung dieses wichtigen Themas ins Leben gerufen. Da es sich bei Angeboten der Sportvereine für Kinder und Jugendliche um Jugendarbeit im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 1 i.V. m. § 11 Abs. 3 Nr. 2 SGB VIII handelt, ist das Jugendamt nunmehr verpflichtet auch mit Sportvereinen eine Vereinbarung nach § 72 a Abs. 2 und 4 SGB (Sozial-Gesetz-Buch) VIII zu schließen. Diese Vereinbarung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Prävention vor Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt und ist für alle Sportvereine bindend. Entsprechend haben wir uns im Vorstand intensiv damit auseinandergesetzt und eine solche Vereinbarung mit dem Kreisausschuss / Jugendamt des Hochtaunuskreises abgeschlossen. 
 
Es bedarf jedoch deutlich mehr als ein unterschriebenes Papier! Um eine Kultur des Hinsehens und der Beteiligung weiterzuentwickeln ist es unerlässlich, dass wir psychische-, physische und sexualisierte Gewalt im Besonderen zum Thema machen, was wir hiermit tun. 
 
Wir gehen transparent und offen mit dem Thema um und vertreten die klare und nach außen sichtbare Haltung, dass Gewalt, gleich in welcher Form, bei uns nicht geduldet wird.  Um Trainern, Betreuern sowie allen Mitgliedern Handlungssicherheit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in unserem Verein zu geben, haben wir ein systematisches Präventionskonzept erarbeitet, welches sachlich detailliert informiert, aufzeigt was jeder von uns tun kann und sollte, Ansprechpartner und Verantwortlichkeiten inner- und außerhalb des TCNA definiert und entsprechende Handlungsempfehlungen formuliert.  
 
In der anliegenden kurzen Präsentation findet ihr einige Kerninformationen zum Thema Kindeswohl, was uns als Vorstand antreibt und wo ihr das Präventionskonzept des TCNA sowie weitere wichtige Informationen finden könnt.  
 
Selbstverständlich steht Frank Geschwindner als ‚Beauftragter Kindeswohl‘ sowie der gesamte Vorstand des TCNA für Rückfragen jederzeit zur Verfügung. 
 
Darüber hinaus wäre es uns sehr wichtig, die Position ‚Vertretung Kindeswohlbeauftragte/r´ mit einer Frau zu besetzen. Es ist aus unserer Sicht unabdingbar, dass wir vor dem Hintergrund dieses sensiblen Themas ein ‚diverses Gesprächsangebot‘ machen können, um potentielle Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen. Entsprechend würden wir uns sehr freuen, wenn eines unserer weiblichen Mitglieder bereit wäre, diese verantwortungsvolle Rolle zu übernehmen. Hoffentlich zahlreiche Rückmeldungen und oder Fragen dazu bitte an Frank Geschwindner. 

Vielen Dank für eure Unterstützung!  
 
P.S. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in allen relatierten Texten größtenteils das generische Maskulinum verwendet. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter.

Kindeswohl als PDF Dokument